Faschingsumzug, Gersthofen 2010Der alljährliche Faschingsumzug ist vergleichbar mit einer schweren, sich schrecklich in die Länge ziehenden Geburt. Die Zeit der Schwangerschaft ist zunächst erfüllt von Vorfreude über das bevorstehende Ereignis. Übertragen auf die WonderDocs ist dies der Sportlerball, bei dem sich alle Beteiligten noch auf das tagsdrauf stattfindende Spektakel freuen. Mit Betonung auf "noch"! Spätestens ab dem Einsetzen der ersten Wehen, also dem Aufbau des Faschingswagens am nächsten Morgen, wenn alle verkatert, übermüdet und frierend auf dem LKW schutteln, beginnen bei dem einen oder anderen erste Zweifel aufzukeimen, ob die Teilnahme am Umzug wirklich so eine gute Idee gewesen sei. Schließlich hätte sich nun jeder ohne Teilnahme in einem gut beheizten Raum erholen können. Unerbittlich werden die Wehen stärker, die Musiker frieren wie die Hunde ... spüren weder Finger noch Nase ... das Gesicht taub ... die Zehen Eiszapfen. Ab diesem Zeitpunkt schreit die werdende Mutter nach stärkeren Schmerzmitteln und die WonderDocs nach aufgewärmten Lokalanästhetika. Endlich setzt sich der Wagen in Bewegung ... die Wehen unerträglich ... schneidende Schmerzen, wenn die Metallsaiten das Fleisch der Fingerkuppen trennen. Und just in dem Moment, als die Mutter das Ende ihrer Kräfte wähnt, Stimmlippen und Fingerkuppen taub sind und alle meinen, man würde so etwas niemals - aber wirklich niemals - wieder tun, dann ist der Schmerz plötzlich vorüber und die WonderDocs genießen ihren Auftritt auf dem wackligen Wagen und spielen aus tiefster Begeisterung und Leidenschaft zum 32. Mal "Wickie" und "Narcotic". Fazit: Weil das Ergebnis so erfüllend ist, vergisst man alle Anstrengung. Deshalb gibt es immer wieder Neugeborene und deshalb sind die WonderDocs immer wieder begeistert, VERRÜCKTHEIT ZU LEBEN. Und dass ein Open-Air-Konzert bei -10°C auf fahrendem Untergrund nicht unsere letzte Verrücktheit war, das wissen alle!! Lasst euch überraschen! Das ist nur der Anfang des WonderDocs-Wahnsinns! |